Geschichte der Universität

Die Universität René Descartes entstand 1971 (damals Universität Paris 5) aus der Reform der Pariser Universität deren Fachbereiche (Medizin, Pharmazie, Humanwissenschaften und Literaturwissenschaften, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften) zuvor auf 8 Pariser Universitäten verteilt waren. Dazu kamen die Fachhochschule (IUT), die Fakultät für Sportwissenschaften (STAPS), die Fakultät für Odontologie und die biomedizinische Fakultät auf dem Saints-Pères-Campus und schließlich, im Jahre 1976, die rechtswissenschaftliche Fakultät auf dem Malakoff Campus. 2004 hat die Universität erneut einen großen Wandel erlebt. Die drei medizinische Fakultäten von Paris 5 (Necker, Cochin und Broussais) haben sich zusammengeschlossen und wurden zur medizinischen Fakultät Paris Descartes (MP5). Dieser gemeinsame Pol bietet seitdem einen freien Zugang zu allen Fächern oder Spezialisierungen und vertritt insofern das breite Spektrum der Medizin in Paris.
Gleichzeitig gehört die Universität zu den ersten Universitäten, die zum Bologna BMD-System (Bachelor-Master-Doktorarbeit) übergangen sind, das darauf zielt, den Diplomen eine europäische Dimension zu verleihen. Der Aufbau des Studiums, der auf der Einteilung in Semester und der Anrechnung von ECTS-Punkten beruht, erlaubt eine bessere Anerkennung der von den Studierenden erworbenen Kompetenzen und eine erhöhte Mobilität unter den Studenten. Seit ihrer Gründung steht die Universität unter der Schirmherrschaft des Philosophen René Descartes (1596-1650), dessen wissenschaftliche Vorgehensweise als modern eingestuft wird. Insofern als sein Werk alle menschlichen Wissensbereiche umfasst, passt seine Philosophie ganz besonders zu einer interdisziplinäre Universität wie Paris Descartes.