Auswertung der Forschung

Seit Anfang 2008 hat die Universität Paris Descartes ein Amt für kommerzielle und industrielle Aktivitäten (SAIC) eingerichtet. Dieses Amt ist damit beauftragt, sämtliche Maßnahmen zur Förderung der Forschung zu unterstützen. Darunter fallen: die Patentkontrolle, die Auswertung der Lizenzen, die Verhandlung der Verträge und Forschungsleistungen… Es fördert weiterhin sämtliche kommerzielle und industrielle Aktivitäten der Universität (Ausgabenmanagement, Vermietung universitärer Räumlichkeiten), mit Ausnahme der Weiterbildungsmaßnahmen. Das Amt spielt des Weiteren eine Beraterrolle und legt die Tarife der kommerziellen und industriellen Dienstleistungen fest.

 

Das Amt für kommerzielle und industrielle Aktivitäten  (SAIC):

 

Ein zentrales Büro :

 

Forscher finden beim SAIC einen privilegierten Gesprächspartner, im Bezug auf die Aufwertung ihrer Projekte.Es berät die Forscher in ihren Vorhaben und begleitet die Durchführung des Projekts vor allem im Bezug auf die vertraglichen Aspekte (Öffentliche Ausschreibungen, Patentantrag…). Nach Abschluss des Projekts erstellt das Amt den Bilanzbericht.

 

Reaktivität und Anpassungsfähigkeit

 

Durch seine finanzielle Beschaffenheit kann das Amt die nötigen Gelder zur Durchführung des Projekts sehr schnell zur Verfügung stellen. Die Vertragsabschlüsse, zwischen den verschiedenen Forschungseinheiten werden dadurch erleichtert. 

 

Eine transparente Verwaltung

 

Der regelmäßige Austausch zwischen dem Forschungslabor, dem Forschungleiter und dem SAIC sowie die Benutzung der COCONUT-Software macht alle administrativen und finanziellen Aspekte des Vertrags für alle Beteiligten eisichtig..Das Personal des SAIC ist mit den hohen Anforderungen ihrer Missionen vertraut. Es steht Ihnen bei Rat und Tat zur Seite und hilft somit Ihr Forschungsprojekt aufzuwerten.

Eine der Aufgaben des SAIC besteht im Schutz der Innovationen:

 

Es trägt durch folgende Maßnahmen zur Aufwertung der Forschung bei:

  • Es berät Sie bei Ihren Entscheidungen, und in Fragen des Schutzes von intellektuellem Eigentum.  
  • Es gibt Hilfeleistung bei der Beantragung und Kontrolle eines Patents in Frankreich und im Ausland.
  • Es übernimmt den Schutz der Forschungsergebnisse und nimmt Kontakt mit den Beratern für gewerbliches Eigentum auf, vereinbart Miteigentumsverträge. 
  • Es vereinbart und verhandelt Auswertungsverträge und Nutzungsverträge (Kollaborationsverträge zur Auswertung der Forschung, Lizenzverträge…) mit privaten und öffentlichen Partnern. 
  • Es koordiniert die Aktivitäten zur Auswertung der Forschung mit dem CNRS (DPI, FIST, Délégation A), Inserm-Transfert, mit dem AP-HP, dem IFREMER, mit der innovativen Einrichtung Paris Biotech Santé, Oséo, dem CURIE-Netzwerk…

 

Es begleitet folgende Projekte:

  • Es erklärt die Auswertungsunterlagen der Forscher an der Universität für gültig, vor allem im Hinblick auf die Beantragung eines Patents. (Die Unterlagen ähneln denen des CNRS). 
  • Es unterstützt und begleitet die Zusammenstellung der Unterlagen der Ethik Kommission, die vorgelegt werden, wenn ein Forscher sich auf das „Innovationsgesetz“ von 1999 beruft und einen Nebenberuf als Berater für die Gesellschaft ausüben will, die seine Forschungsarbeiten ausgewertet hat oder einen Kapitalanteil in dieser Gesellschaft haben will.

 

Die Bedingungen für die Aufwertung

 

Die Aufwertung der Forschungsergebnisse kann auf verschiedene Weisen erfolgen: sie hängt von der Natur der Resultate, vom Fortschrittsgrad und von den Möglichkeiten für den Schutz individuellen Eigentums ab. Im Großen und Ganzen kann man zwischen folgenden Kategorien unterscheiden:

 

  • Dienstleistungen für Unternehmen: Analysen, Vermessung, Ausstellung von Empfehlungen, Versuche.
  • Vertragsbindende Forschung für industrielle Betriebe: Diese Forschung, die auf einem gemeinsam zusammengestellten Programm beruht, setzt einen wichtigen Beitrag des Forschungslabors voraus. Die Kompetenzen und die wissenschaftlichen Ergebnisse des Forschungslabors sowie die der Forschungsbereich sollten auf minutiöse Weise im Vertrag präzisiert werden. Das Unternehmen ist jeweils nur im Besitz derjenigen Ergebnisse der Studie, die es für sich bestellt hat.
  • Der Technologietransfer ausgehend von den Forschungsergebnissen, die zur Beantragung eines Patents führen (oder nicht) können und die vom Forschungslabor hervorgebracht wurden. Er kann auf verschiedene Weis stattfinden und hängt vom Fortschrittsgrad der Ergebnisse ab : Entwicklungsprojekte in Partnerschaft mit Industriebetrieben und die zusätzliche Möglichkeit einer Lizenz zur Aufwertung der Ergebnisse
  • Nutzungsvertrag (oder Verkauf) eines Patents und/oder eines Know-how an einen schon existierenden industriellen Betrieb oder an ein von den Forschern gegründetes Unternehmen.
  • Beratung, langfristige Praktika, Teilnahme an wissenschaftlichen Wettbewerben.

 

Die Auswertung

 

Erst nach Beantragung eines Patents fängt die eher schwierige Arbeit der Aufwertung an. Es ist nicht immer einfach, Partner zu identifizieren, die sich für eines unserer Patente interessieren. Neben dem Verkauf von Patenten/Lizenzen kann die Aufwertung eines Patents durch die Gründung eines Unternehmens erfolgen, das die Forschungsergebnisse bis zur Integration des Unternehmens in eine innovative Plattform aufwerten soll (Paris Biotech Santé wurde mit diesem Ziel gegründet).